CCC zur Vorratsdatenspeicherung
7. July 2009
Aus der CCC-Stellungnahme zur Vorratsdatenspeicherung:
Es besteht überhaupt kein Grund für die Annahme, dass Telekommunikationsfirmen, Dienstleister oder Behörden in der Lage sind, die im automatisierten Massenbetrieb erlangten Verbindungsdaten der gesamten Bevölkerung sicher zu verwahren.
Eine absolut großartige und treffende Formulierung – besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.
Die Abmahner lernen es nie
30. June 2009
Die Stimme der freien Welt schreibt zur Klage von Hannelore Kraft gegen das Blog “ruhrbarone”:
Haben wir nicht endlich mal gelernt, daß das Schwingen einer juristischen Keule in Ersatz normaler Kommunikation keine sonderliche gute Idee ist?
Natürlich nicht. Das wird bestimmt wieder lustig.
Zensur, Bürgerrechte und Parteien
27. June 2009
Wenig Dinge regen mich aktuell so auf wie das Gesetz mit dem täuschenden Namen “Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen”. Anstatt mehr Geld in die Bekämpfung dieser Widerlichkeiten zu investieren, die bestehenden Gesetze anzuwenden und die Täter zur Verantwortung zu ziehen, wird unter dem Deckmäntelchen des Kinderschutzes eine Zensur eingeführt. Den Dienstweg zu ändern wäre ja wohl auch zu viel verlangt.
Sowohl die Linke als auch die FDP haben geschlossen dagegen gestimmt, bei den Grünen gibt es zwar keine Ja-Stimmen, aber doch erstaunlich viele Enthaltungen (warum eigentlich?) … bemerkenswert das Votum der Herren Dr. Wolfgang Wodarg, Steffen Reiche und Jörg Tauss von der SPD (auch wenn letzter aktuell ziemlich zweifelhaft dasteht).
Aus meiner Sicht wird damit vor allem klar, dass eine große Koalition die denkbar schlimmste Ausgangsposition für die Durchsetzung von Bürgerrechten schafft. Damit kann man meiner Meinung nach aus dieser Motiviation heraus fast alles wählen – Hauptsache, es heißt nicht CDU/CSU oder SPD. Halt, fast alles – so sehr ich auch Sympathien für die Ziele der Piraten habe, frage ich mich doch, ob es sich lohnt, diese Stimmen zu verschwenden, anstatt sie der FDP oder von mir aus den Grünen zu geben.
Die Technik
27. June 2009
Wordpress sieht mittlerweile wirklich schick aus; ecto läuft auch — wenn nun auch noch die Formatierung per Markdown und Smartypants tut, was sie soll, bin ich zufrieden.
Markdown benutze ich schon seit langem, um Texte zu verfassen, die online publiziert werden sollen. Die Hauptgründe:
- Auch der Quelltext ist lesbar; er sieht im Wesentlichen so aus, wie man auch eine leicht formatierte ASCII-Textmail gestaltet
- Das produzierte HTML ist einwandfrei — solange man nicht selbst direkt HTML-Content einbettet, ist es praktisch unmöglich, (aus HTML-Sicht) fehlerhafte Seiten zu erstellen
- Markdown ist mittlerweile universell unterstützt.
Vor die Wahl gestellt, ob ich vi oder Emacs und Markdown verwende oder lieber MS Word, ist mein Entscheidung klar …
Und nun mal auf deutsch …
27. June 2009
Ein englischsprachiges Blog betreibe ich schon eine ganze Weile – dabei liegt der Schwerpunkt auf technischen Themen und allem, was mit meinem Hauptjob zusammenhängt. Immer wieder mal fühle ich mich aber seltsam genötigt, auch etwas Anderes loszuwerden: Poitisches, Privates oder einfach nur ein kleines Abreagieren über irgend einen Unsinn, der mir im täglichen Leben begegnet. Gerade politische Aussagen sind für meine englische Leserschaft aller Wahrscheinlichkeit ziemlich öde, aus Firmensicht sind sie irgendwie ebenfalls nicht angebracht. Hier fühle ich mich nur mir selbst und niemandem sonst verpflichtet.
Mal schauen, ob mich das motiviert, vielleicht regelmäßig etwas zu schreiben.